7-Punkt Marienkäfer

7-Punkt Marienkäfer
(Coccinella septempunctata)

Nützlingsbeschreibung
Dieser bei uns heimische Marienkäfer ernährt sich allein von Blattläusen. Sowohl Käfer als auch Larven nehmen sämtliche Blattlausarten als Nahrung an.
Die 3-10 mm großen Larven können noch weitaus mehr Blattläuse fressen, als die erwachsenen Käfer. Eine einzige Larve kann bis zu 800 Blattläuse vertilgen, bis sie sich verpuppt und dann zum Käfer entwickelt.
Die Larven der Marienkäfer sind blaugrau bis schwarz gefärbt mit gelben Flecken und 3-10 mm groß.

Einsatz
Auf der Fensterbank, dem Balkon, der Terrasse, sowie im Gewächshaus und Wintergarten an allen Pflanzen einsetzbar.
Marienkäferlarven eignen sich besonders bei starkem Blattlausbefall.

Bedingungen
Temperaturanspruch: mind. 15 °C Temperatur. Fällt die Temperatur darunter, sind die Tiere nicht aktiv und fressen keine Blattläuse.
Marienkäferlarven sind auch im Winter bei geringem Licht einsetzbar, vertragen sich aber nicht mit Ameisen. (Ameisen vor dem Nützlingseinsatz beseitigen!)

Ausbringung
Geliefert werden die Marienkäfereier als Gelege auf Folienstückchen. Diese werden, vor direkter Sonnenstrahlung geschützt, in die befallenen Pflanzen gelegt.
Die Larven schlüpfen, je nach Temperatur, innerhalb weniger Tage.

Einsetzbar gegen
Blattlaus

Quellennachweis
Katz Biotech AG / Info / Nützlinge / 7-Punkt Marienkäfer

Entwicklungsablauf
Marienkäfer sind schlechthin das Symbol für den biologischen Pflanzenschutz. Und das zurecht: – eine Larve vertilgt täglich bis zu 150 Blattläuse – auch die erwachsenen Käfer gehen auf Beutejagd und vertilgen bis zu 50 Blattläuse täglich. Die erwachsenen Marienkäfer von Adalia bipunctata treten in 2 unterschiedlichen Varianten auf: 1. rote Käfer mit 2 schwarzen Punkten, 2. schwarze Käfer mit 2 roten Punkten Marienkäfer legen ihre ovalen, gelben Eier über einen Zeitraum von 2-3 Wochen als “Eipakete” ganz in der Nähe der Blattläuse ab. Nach knapp einer Woche schlüpfen daraus die Larven. Danach suchen sie aktiv Läuse. Sie erkennen diese durch ihren Tastsinn und nicht mit Hilfe Ihrer Augen, denn die Larven sind blind. Kurz bevor die nächste Häutung bevorsteht, klammert sie sich fest und verharrt bewegungslos für einige Stunden oder einen ganzen Tag. Über einen Zeitraum von 2 Wochen werden 3 Häutungen durchlaufen, dann verpuppt sich die Larve. Nach 6 – 8 Tagen zerreißt der erwachsene Marienkäfer die Puppenhülle. Zunächst sind seine Hinterflügel (Elytren) noch gelb und ohne Punkte. Er sucht sich erst einen geschützten Ort um sich gefahrlos zu trocknen und seine Elytren aushärten zu lassen. Nach einigen Stunden erscheinen auf diesen dann die schwarzen bzw roten Punkte. In diesem Stadium überleben in der Natur nur etwa 20% der Tiere. Zur Überwinterung suchen die erwachsenen Käfer Verstecke wie z.B. unter Rinden oder in Nischen von Fassaden auf. Die Lieferung der Nützlinge erfolgt im Larvenstadium.

Bilder

Die Bilder stammen von meinem eigenen Blattlausbefall im Efeu und hier zu sehen mit meinen ersten Marienkäferlarven von Katz Biotech AG. Der untere Teil des Zweiges war zuvor auch mit unzähligen Blattläusen übersät, aber die schnelle Eingreiftruppe GSG Marienkäfer räumt gerade richtig auf :-)

Marienkäferlarve räumt auf

Marienkäferlarve räumt auf

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7-Punkt Marienkäferlarve auf Efeu frisst Blattläuse (oben)

Marienkäfer auf Efeu und frisst Blattläuse (seitlich)

7-Punkt Marienkäferlarve auf Efeu frisst Blattläuse (seitlich)

Marienkäferlarve in Aktion

Marienkäferlarve in Aktion

Marienkäferlarve macht ganze Arbeit

Marienkäferlarve macht ganze Arbeit

Marienkäferlarve auf Beutezug

VORHER: Marienkäferlarve auf Beutezug

Marienkäferlarve nach 1 Tag Beutezug

NACHHER: Marienkäferlarve nach 1 Tag Beutezug

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